Sachsen-Anhalt – Landtagswahl 2016 – Wohnraum

Beschreibung:

Viele junge Menschen beginnen ein Studium außerhalb ihrer Heimatstadt. Die Suche nach einer Wohnung in Universitätsnähe gestaltet sich in vielen Hochschulstädten als schwierig. Das Angebot an kurzfristig verfügbarem Wohnraum ist oft zu niedrig, die Mieten zu hoch und eine Besichtigung aus der Ferne zu vereinbaren schwierig. Viele Studierende möchten daher gerne in einem Studierendenwohnheim leben. In Deutschland werden die meisten Wohnheime von Studierendenwerken betrieben. Weitere Angebote werden durch kirchliche Trägerschaften sowie in manchen Fällen auch durch Stiftungen bereitgestellt. Die Nachfrage nach diesen Plätzen ist hoch und die Wartelisten sehr lang. 2014 wohnten in Deutschland 7,84% Prozent aller Studierenden in Wohnheimen des Deutschen Studentenwerkes.

Sachsen-Anhalt liegt in dabei deutlich über dem Bundesdurchschnitt. 2014 gab es für 9,89% der Studierenden einen Wohnheimplatz vom Studentenwerk.

Studentischer Wohnraum ist in Sachsen-Anhalt aufgrund des großen Angebots an Verfügbaren Wohnungen und der im Vergleich zu anderen Regionen niedrigen Mieten kein drängendes Problem im Hochschulbereich, sondern eher im Themenkomplex Demographie. Die baupolitischen Debatten handeln daher eher um Themen wie Barrierefreiheit.

Dennoch lohnt es sich in die Zukunft zu blicken. Das Geld für Studentenwohnheime kommt von den Mitteln für den sozialen Wohnungsbau. Seit der letzten Föderalismusreform sind die Bundesländer für den sozialen Wohnungsbau verantwortlich. Der Bund zahlt noch bis 2019 Kompensationszahlungen an die Länder, die in den sozialen Wohnungsbau fließen sollen. Allerdings wird das Geld in einigen Ländern zweckentfremdet, um andere Haushaltlücken zu stopfen, so dass der soziale Wohnungsbau auf der Strecke bleibt.

Wie wollen die Parteien diesem Problem begegnen?

 

CDU:

Keine Aussage. [1]

 

 

Die LINKE:

„Statt der individualisierten Wohneigentumsförderung wollen wir innovative Wohnkonzepte fördern.

Dazu zählen zum Beispiel Mehrgenerationen- Wohnprojekte bzw. andere Formen betreuten Wohnens, in denen die Generationen voneinander lernen und sich gegenseitig helfen können.“ S.10 [2]

 

 

SPD:

„Das werden wir tun:

  • Wir setzen uns dafür ein, dass die Wohnraumförderung auch nach 2019 weiter durch den Bund unterstützt wird.
  • […]
  • Der Verbleib von Wohnungen in kommunaler Hand ist ein wichtiger Beitrag zur Stadtentwicklung und zur Sicherung bezahlbaren Wohnraums.“ S. 61 [3]

 

 

Bündnis90/Die Grünen:

„Wohnen muss bezahlbar bleiben. Für jeden Geldbeutel müssen auch künftig Wohnungen in unseren Innenstädten verfügbar sein. Beginnenden Tendenzen zur Gentrifizierung in unseren großen Städten ist entgegenzuwirken und die Instrumente Mietspiegel und gegebenenfalls Mietpreisbremse zu nutzen. Die Situation in der Wohnungswirtschaft differenziert sich zunehmend aus. Deswegen müssen die Schwerpunkte im Stadtumbau auf den Prüfstand. Die Förderung ist von der Abrissförderung mehr zur Umbauförderung zu entwickeln. Dies betrifft insbesondere die Städte, in denen eine stabile bis steigende Haushaltszahl erwartet wird.“ S. 107 [4]

 

 

FDP:

Keine Aussage. [5]

 

 

ALFA:

Keine Aussage. [6]

 


  1. http://www.cdulsa.de/fileadmin/upload/bilder/2015/wahl2016/Regierungsprogramm_CDULSA_05_12_2015___.pdf (14.02.2016)
  2. http://www.dielinke-sachsen-anhalt.de/fileadmin/aaa_download_lsa/Landtagswahl_2016/Wahlprogramm/LinkeSXA_LTW16_Langwahlprogramm_web.pdf S. 10 (14.02.2016)
  3. http://www.spd-sachsen-anhalt.de/files/wahl2016/wahlprogramm2016.pdf S. 61 (14.02.2016)
  4. http://www.gruene-sachsen-anhalt.de/fileadmin/user_upload/dokumente/LTW_16/GRUENES_Wahlprogramm_zur_Landtagswahl_2016_inkl._Praeambel.pdf S. 107 (14.02.2016)
  5. http://wahl.fdp-lsa.de/download/wahlprogramm-freie-demokraten.pdf (14.02.2016)
  6. http://alfa-bund.de/sachsen-anhalt/wp-content/uploads/sites/22/2015/11/Wahlprogramm_LT2016.pdf (14.02.2016)