Hamburg – Landtagswahl 2015 – Studienfinanzierung

Beschreibung:

 

Die Studienfinanzierung in Deutschland besteht aus verschiedenen Säulen: Unterstützung durch Eltern und Familie, eigener Verdienst, BAföG, Stipendien und Studienkredite.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gibt im drei Jahres Rhythmus eine Studie zur sozialen und wirtschaftlichen Situation der Studierenden in Deutschland heraus. (www.sozialerhebung.de) Diese Studie beleuchtet auch die finanzielle Situation der Studierenden:

Die wichtigste Säule der Studienfinanzierung sind weiterhin die Eltern und Familie: 87% der Studierenden in der Gruppe Normalstudent (ledig, wohnt nicht bei den Eltern, befindet sich im Erststudium). Mehr als die Hälfte (65%) verdient sich neben dem Studium etwas dazu und 29% werden durch das BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) unterstützt. Jeweils 3% bekommen ein Stipendium oder finanzieren ihr Studium über einen Studienkredit der KfW.[1]

Jede dieser Finanzierungsmöglichkeiten hat Vor- und Nachteile. Das BAföG ist zum Teil Sozialleistung und zum Teil ein Kredit. Es muss also anteilig bis zu einer max. Höhe von 10.000€ zurückgezahlt werden. Ob und wie viel BAföG jemand bekommt hängt auch maßgeblich von der finanziellen Situation der Eltern ab. Stipendien und Bildungskredite sind elternunabhängig. Stipendien müssen nicht zurückgezahlt werden, allerdings muss man sich um ein Stipendium bewerben und die Kriterien der jeweiligen Vergabeinstitution (z.B. eine Stiftung oder die Hochschule) erfüllen.

 

Wie die jeweiligen Parteien die Möglichkeiten zur Studienfinanzierung gestalten wollen, erfahrt Ihr hier.

 

 

SPD:

Keine Aussage[2]

 

CDU:

Keine Aussage[3]

 

Bündnis 90/Die Grünen:

„Für einen erfolgreichen Studienverlauf ist aber auch die individuelle finanzielle Situation entscheidend. Viele Studierende haben, gerade auch mit Blick auf die Kosten in Hamburg, Probleme, ihr Studium zu finanzieren. Eine heterogene Studierendenschaft bedeutet auch eine finanziell heterogene Zusammensetzung. Wer viel arbeiten muss, um sich den Lebensunterhalt parallel zum Studium zu finanzieren, schafft das Studium vielleicht nicht in Regelstudienzeit. Ein Wechsel des Studiengangs oder ein Auslandssemester dürfen nicht vom Geldbeutel abhängig sein. Wir setzen uns daher auf Bundesebene für eine Reform und Erhöhung des BAföG ein. Außerdem wollen wir speziell Studierende mit Kindern besser unterstützen.“[4]

 

FDP:

„Zur Finanzierung von Ausbildung und Studium muss in Hamburg ein Stipendien- und Bildungsgutscheinsystem etabliert werden.“[5]

 

Die LINKE:

Keine Aussage[6]

 

AfD:

Keine Aussage[7]


  1. „Die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in Deutschland 2012“ 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks durchgeführt durch das HIS-Institut für Hochschulforschung, Herausgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung, 2013
  2. „Regierungsprogramm 2015-2020. Hamburg weiter vorn. Perspektiven für Wachstum und Zusammenhalt.“, Wahlprogramm zur Bürgerschaftswahl 2015, SPD Hamburg, http://www.spd-hamburg.de/scalableImageBlob/126100/data/spd-regierungsprogramm-2015-2020-data.pdf
  3. Hamburg kann mehr. Die wachsende Stadt gestalten – Chancen für alle in einer lebenswerten Stadt“ Wahlprogramm zur Bürgerschaftswahl 2015, CDU Landesverband Hamburg, http://www.cduhamburg.de/wp-content/uploads/2014/12/CDU-Wahlprogramm2015.pdf
  4. „Unser Wahlprogramm. Mit GRÜN geht das“ Wahlprogramm zur Bürgerschaftswahl 2015, Bündnis 90/Die Grünen Landesverband Hamburg, S. 92 http://hamburg.gruene.de/sites/default/files/Wahlprogramm_Buescha2015_WEB.pdf
  5. „Das FDP Hamburg Wahlprogramm 2015. Hamburg gibt die Richtung vor.“ Wahlprogramm zur Bürgerschaftswahl 2015, Freie Demokratische Partei (FDP) Landesverband Hamburg, S.11 http://www.fdphamburg.de/wp-content/uploads/Wahlprogramm-FDP-Hamburg-2015.pdf
  6. „Für eine Politikwende – Hamburg für die Menschen und nicht für den Profit“ Wahlprogramm zur Bürgerschaftswahl 2015, DIE LINKE Hamburg, http://www.die-linke-hamburg.de/fileadmin/Wahlen_2015/Dokumente/DIE_LINKE_Hamburg_Wahlprogramm_2015.pdf
  7. „Wahlprogramm Bürgerschaftswahl 2015“, Wahlprogramm zur Bürgerschaftswahl 2015, Alternative für Deutschland, Landesverband Hamburg, https://alternative-hamburg.de/wp-content/uploads/2014/12/B%C3%BCrgerschaftswahl-Programm-D.pdf