Bremen – Landtagswahl 2015 – Wohnraum

Beschreibung:

Viele junge Menschen beginnen ein Studium außerhalb ihrer Heimatstadt. Die Suche nach einer Wohnung in Universitätsnähe gestaltet sich in vielen Hochschulstädten als schwierig. Das Angebot an kurzfristig verfügbarem Wohnraum ist oft zu niedrig, die Mieten zu hoch und eine Besichtigung aus der Ferne zu vereinbaren schwierig. Viele Studierende möchten daher gerne in einem Studentenwohnheim leben. In Deutschland werden die meisten Wohnheime von Studentenwerken betrieben. Weitere Angebote werden durch kirchliche Trägerschaften sowie in manchen Fällen auch durch Stiftungen bereitgestellt. Die Nachfrage nach diesen Plätzen ist hoch und die Wartelisten sehr lang. 2013 wohnten in Deutschland 8,00% Prozent aller Studierenden in Wohnheimen des Deutschen Studentenwerkes.

Hamburg liegt unter dem Bundesdurchschnitt. Im Wintersemester 2013/2014 gab es für 5,8% der Studierenden in Bremen einen Wohnheimplatz vom Studentenwerk.[1]

Das Geld für Studentenwohnheime kommt von den Mitteln für den sozialen Wohnungsbau. Seit der letzten Föderalismusreform sind die Bundesländer für den sozialen Wohnungsbau verantwortlich. Der Bund zahlt noch bis 2019 Kompensationszahlungen an die Länder, die in den sozialen Wohnungsbau fließen sollen. Allerdings wird das Geld in einigen Ländern zweckentfremdet, um andere Haushaltlücken zu stopfen, sodass der soziale Wohnungsbau auf der Strecke bleibt.

Wie wollen die Parteien diesem Problem begegnen?

 

 

SPD:

„Darüber hinaus setzen wir uns für eine verstärkte Förderung des studentischen Wohnens einschließlich der der Förderungsmöglichkeiten im neuen Wohnraumförderungsprogramm ein. Dabei soll auch nach Wegen gesucht werden, den Bau von Wohnheimen gezielt zu unterstützen.“[2]

 

GRÜNE:

„Auch in Bremen wird bezahlbarer Wohnraum immer knapper. Deshalb wollen wir mit dem Studentenwerk und gegebenenfalls mit öffentlichen und privaten Wohnungsbaugesellschaften neuen studentischen Wohnraum schaffen.“[3]

 

Die LINKE:

„Wir wollen […] mindestens 500 neue geförderte Wohnungen für Studierende beim Studentenwerk bereitstellen. […] Voraussetzung für eine langfristige Lösung ist allerdings, dass die Stadt keine weiteren Grundstücke in Campusnähe an profitorientierte Wohnungsbauunternehmen verkauft.“[4]

 

CDU:

„Auch die Förderung studentischen Wohnraums werden wir weiter vorantreiben. Zu diesem Zweck sollen jährlich hundert neue Wohnungen für Studierende entstehen. Bei der Errichtung soll auf Erreichbarkeit mit dem ÖPNV und örtliche Nähe zu den Hochschulen geachtet werden.“[5]

 

BIW:

„Der Soziale Wohnungsbau muss wiederbelebt werden, um der wachsenden Wohnungsnot im Land Bremen entgegen zu wirken und mehr bezahlbaren Wohnraum für Familien mit Kindern sowie Menschen mit geringem Einkommen bereitzustellen.“[6]

 

FDP:

„Dabei ist vor allem festzustellen, dass für die Studierenden bezahlbarer Wohnraum nicht in ausreichendem Maße vorhanden ist. Die FDP Bremen setzt sich daher für mehr bezahlbaren Wohnraum für Studentinnen und Studenten ein. Dabei ist zu prüfen, ob neben dem Studentenwerk auch mit privatwirtschaftlichen oder karitativen Anbietern Projekte umgesetzt werden können.“[7]

 

AfD:

„Soziale Wohnraumförderung ermöglicht Ersatzneubauten in Stadterneuerungsgebieten. Wohnwirtschaftliche Förderprogramme der „KfW-Förderbank“ finanziert verschiedene Nutzerbedürfnisse wie Sanierung oder energetische Verbesserung.“[8]

 


  1. „Studentenwerke im Zahlenspiegel 2013/2014“ Deutsches Studentenwerk, Berlin, 2014
  2. http://www.spd-land-bremen.de/Binaries/Binary_13070/SPD-Regierungsprogramm_2015…pdf S. 43
  3.  http://gruene-bremen.de/userspace/HB/lv_bremen/Dokumente/BB_15/2015-WAHLPROGRAMM.pdf S. 59
  4.  http://www.dielinke-bremen.de/fileadmin/user_upload/Wahlen_2015/Wahlprogramm_2015/LinkeBRE_LTW15_Langwahlprogramm_Web.pdf S. 31
  5.  http://www.cdu-bremen.de/image/inhalte/file/Wahlprogramm_2015.pdf S. 52
  6.  http://www.biw-bremen.de/userfiles/uploads/Landesprogramm_M%C3%A4rz%202015.pdf S. 18
  7.  http://www.fdp-bremen.de/backend/uploads/fdp-_wahlprogramm_2015_fuer_bremen_und_bremerhaven_index.pdf S. 15
  8.  http://www.alternativefuer-bremen.de/wp/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-13_AfD-Bremen_Wahlprogramm-2015_V2.6.pdf S. 13