Bremen – Landtagswahl 2015 – Wissenschaftliche Karriere

Beschreibung:

In die Wissenschaft zu gehen ist für manche Studierende eine faszinierende Perspektive. Doch wie sehen die Arbeitsumstände von angehenden und bereits etablierten Wissenschaftlern aus? Kurze Vertragslaufzeiten und eine schlechte Entlohnung für ein hohes Arbeitspensum sind die häufigsten Kritikpunkte. Die Gehälter sind im Vergleich mit einer Tätigkeit in der Wirtschaft gering und Arbeitsverträge, die teilweise nur über ein Semester laufen, lassen kaum Planungssicherheit zu. Wie stehen die Parteien zum “Karriereweg Wissenschaft” und welche Ideen haben sie, diesen für junge engagierte Menschen attraktiver zu machen?

 

 

SPD:

Keine Aussage[1]

 

GRÜNE:

„Mit unserer Initiative zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz haben wir auf mehr unbefristete Verträge und verlässlichere Arbeitsbedingungen in Zeitverträgen gedrängt und dies im Wissenschaftsplan 2020 festgelegt. Mit den Gewerkschaften werden wir darüber im Gespräch bleiben.“[2]

 

Die LINKE:

„Aus unserer Sicht gibt es für sachgrundlose Befristungen, von denen besonders häufig Frauen betroffen sind, an öffentlichen Hochschulen keine Berechtigung. Daueraufgaben müssen grundsätzlich mit Dauerstellen besetzt werden. Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz muss umfassend reformiert werden und in Bremen braucht es eine Entfristungs- Offensive für technisches und wissenschaftliches Personal. Für junge Wissenschaftler*innen muss es planbare Karrierewege in der Wissenschaft geben. DIE LINKE unterstützt zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen die GEW-Forderungen im >>Herrschinger Kodex<<.“

 

„Studentische Hilfskräfte sollen in den Tarifvertrag der Länder aufgenommen werden.“[3]

 

CDU:

„ Wissenschaftliches Personal genießt hohes gesellschaftliches Ansehen, doch gerade der akademische Mittelbau hat oftmals mit schwierigen bis gar prekären Rahmenbedingungen zu kämpfen. Exzellente Arbeit benötigt aber exzellente Bedingungen. Zwar unterliegt der Wissenschaftsbereich gesonderten Regelungen, weswegen wir nicht generell das Instrument der Befristung infrage stellen. Wir werden uns aber dennoch dafür einsetzen, dass Stellen mit einem dauerhaften Aufgabenbereich im akademischen Mittelbau nur noch unbefristet besetzt und befristete Verträge an die Dauer ihrer Projekte gekoppelt werden. Des Weiteren muss die Vereinbarkeit von Familie und Wissenschaft verbessert werden. Nur so können wir sicherstellen, dass junge Menschen auch nach ihrer Ausbildung im Lande Bremen bleiben und sich hier dauerhaft niederlassen.“[4]

 

BIW:

Keine Aussage[5]

 

FDP:

Keine Aussage[6]

 

AfD:

„Juniorprofessuren sind nicht notwendig, wenn die professorale Ausstattung der Lehre die klassische Habilitation einschließt und die Forschung und eine verpflichtende Lehre selbstverständlich wird.“[7]

 


  1. http://www.spd-land-bremen.de/Binaries/Binary_13070/SPD-Regierungsprogramm_2015…pdf
  2. http://gruene-bremen.de/userspace/HB/lv_bremen/Dokumente/BB_15/2015-WAHLPROGRAMM.pdf S. 58
  3.  http://www.dielinke-bremen.de/fileadmin/user_upload/Wahlen_2015/Wahlprogramm_2015/LinkeBRE_LTW15_Langwahlprogramm_Web.pdf S. 31
  4.  http://www.cdu-bremen.de/image/inhalte/file/Wahlprogramm_2015.pdf S. 52
  5.  http://www.biw-bremen.de/userfiles/uploads/Landesprogramm_M%C3%A4rz%202015.pdf
  6.  http://www.fdp-bremen.de/backend/uploads/fdp-_wahlprogramm_2015_fuer_bremen_und_bremerhaven_index.pdf
  7.  http://www.alternativefuer-bremen.de/wp/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-13_AfD-Bremen_Wahlprogramm-2015_V2.6.pdf S. 6