Bremen – Landtagswahl 2015 – Vielfalt von Studiengängen

Beschreibung:

Die Universität Bremen ist eine Volluniversität und bildet das gesamte Fächerspektrum ab. Nicht erst seit der Bologna-Reform und der Übertragung von mehr Autonomie an die Hochschulen gibt es Diskussionen über das Fächerangebot einer Hochschule. Dem positiven Aspekt der Profilbildung und Spezialisierung steht heutzutage auch der Sparzwang der Bundesländer gegenüber. Das Bundesland Bremen ist hochverschuldet, weshalb auch hier darüber diskutiert wird, welches Fächerangebot die Hochschulen vorhalten müssen und wie sich die Hochschule in Zukunft strategisch ausrichten soll.

 

Auch die verschiedenen Parteien plädieren für den Erhalt oder die Abschaffung verschiedener Studiengänge. Welche es hier betrifft, seht ihr hier im Überblick.

 

 

SPD:

„Aber neben den Leuchttürmen braucht Wissenschaft auch Vielfalt: Deshalb werden wir parallel zu diesen Leuchttürmen die Forschung und Lehre an den Hochschulen weiterhin in der Breite fördern. Kurzum: wir wollen keine akademische Monokultur. Gerade das Nebeneinander verschiedener Fachrichtungen sehen wir als Stärke von Wissenschaft und Forschung.“[1]

 

GRÜNE:

„Es ist verstärkt zu berücksichtigen, dass heute mehr Menschen ein duales Studium, ein Studium in Teilzeit oder ein Weiterbildungsstudium absolvieren möchten. […] Deshalb wollen wir Grünen das Angebot dualer Studiengänge sukzessive ausbauen, ein Teilzeitstudium das nicht nur formal, sondern auch faktisch möglich ist, und die bessere Vereinbarkeit von Studium und Familie;“[2]

 

Die LINKE:

„Fächerschließungen darf es nicht geben. Das Fach Psychologie wird angesichts steigender Fallzahlen von psychischen Erkrankungen mehr denn je gebraucht.“[3]

 

CDU:

„Um den erfolgreichen Weg fortzusetzen, sprechen wir uns dafür aus, dass sich die Hochschulen weiter auf ihre Profile und Kernthemen konzentrieren und dabei auch solche Bereiche einbeziehen, die bislang eher isoliert standen. Wir streben nach einer Wissenschaft, die nicht an Campusgrenzen aufhört und wollen deswegen die Zusammenarbeit der Bremischen Hochschulen untereinander sowie mit Hochschulen der Region – in Forschung wie Lehre – stärken. Nicht jede Hochschule muss alles anbieten, doch ein kluges Netzwerk von Hochschulen und Forschungseinrichtungen kann dafür sorgen, dass jede Hochschule darauf zurückgreifen kann. Der Universität Bremen schreiben wir in diesem System eine besondere Bedeutung zu. So wollen wir die vorhandenen Ressourcen besser, gerechter und effizienter einsetzen, ohne erfolgreiche Strukturen zu gefährden. Die CDU Bremen unterstützt die Forderungen zum weiteren qualitativen und quantitativen Ausbau der Hochschule Bremerhaven.“[4]

 

BIW:

Keine Aussage[5]

 

FDP:

„Hochschulen und Universitäten sind Basis für Wachstum und Zukunft unseres Landes und damit ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Vor diesem Hintergrund ist es unserer Ansicht nach vollkommen unverständlich, dass Studiengänge, deren Absolventinnen und Absolventen nach wie vor gefragt sind, vom Senat zur Disposition gestellt wurden. Bremen braucht auch zukünftig qualifizierte Psychologinnen und Psychologen. Politische Vorgaben, welche die Streichung dieses Studienganges vom Lehrangebot der Universität zur Folge hätten, würden der psychologischen Versorgung in der Region schaden.

Wir wollen auch weiterhin allen Studieninteressierten ein breites Angebot an Studiengängen zur Verfügung stellen. Die Vielfalt an Studienangeboten stärkt Bremen und Bremerhaven als Hochschulstandorte und machte unsere Städte für junge Menschen zu einem attraktiven Studienort. Dabei müssen die Hochschulen eigenverantwortlich über ihre Lehrangebote entscheiden dürfen.“[6]

 

AfD:

„Der Weg der UNI Bremen zu einer ausschließlich technischen Universität muss zurückgeführt werden. Die Geisteswissenschaften dürfen dem Drittmittelwahn nicht geopfert werden.“

 

„Abgesehen von den sehr hohen Ausgaben für Sozialleistungen, müssen als letzter Kostenblick diejenigen Ausgaben zur Disposition stehen, die vorwiegend aus ideologischen Gründen getätigt werden und die keinen echten Wert für die Bremer Bürger schaffen. Als Beispiel hierfür sei die öffentlich finanzierte Genderforschung genannt, die ersatzlos gestrichen werden muss, oder sinnlose Veranstaltungen wie der autofreie Sonntag in Walle, der in Zeiten der Haushaltssperre 100.000 Euro gekostet hat.“[7]

 


  1. http://www.spd-land-bremen.de/Binaries/Binary_13070/SPD-Regierungsprogramm_2015…pdf S. 27
  2. http://gruene-bremen.de/userspace/HB/lv_bremen/Dokumente/BB_15/2015-WAHLPROGRAMM.pdf S. 58-59
  3. http://www.dielinke-bremen.de/fileadmin/user_upload/Wahlen_2015/Wahlprogramm_2015/LinkeBRE_LTW15_Langwahlprogramm_Web.pdf S. 31
  4. http://www.cdu-bremen.de/image/inhalte/file/Wahlprogramm_2015.pdf S. 51
  5. http://www.biw-bremen.de/userfiles/uploads/Landesprogramm_M%C3%A4rz%202015.pdf
  6. http://www.fdp-bremen.de/backend/uploads/fdp-_wahlprogramm_2015_fuer_bremen_und_bremerhaven_index.pdf S. 14-15
  7. http://www.alternativefuer-bremen.de/wp/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-13_AfD-Bremen_Wahlprogramm-2015_V2.6.pdf S. 6; 17