Bremen – Landtagswahl 2015 – Jacobs University

Beschreibung:

Die Jacobs-University Bremen ist eine im Jahr 2001 gegründete private Hochschule in Bremen. Ihre Gründung war ein Gemeinschaftsprojekt zwischen der deutschen staatlichen Universität Bremen, der amerikanischen Rice-University und der Freien Hansestadt Bremen. Zunächst als International University Bremen gegründet, erwarb nach finanziellen Schwierigkeiten die Jacobs Foundation, die zum Kaffeeröstkonzern Jacobs gehört, im Jahr 2006 eine zwei Drittel Mehrheit an der Hochschule, die seitdem ihren heutigen Namen innehat.

 

Die Jacobs University nimmt seit ihrer Gründung eine einzigartige Stellung in der privaten Hochschullandschaft ein. Im Gegensatz zu anderen privaten Hochschulen, die sich meist auf weniger kostenintensive Studiengänge wie BWL oder Jura spezialisiert haben, bietet die Jacobs University auch kostenintensive Studiengänge im Natur- und Ingenieurswissenschaftlichen Bereich an und betreibt in diesen Bereichen auch eine anspruchsvolle Forschung.

 

Doch nicht nur im Jahr 2006 hatte die Hochschule mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, sondern die Probleme bestehen seit ihrer Gründung und halten bis heute an. Die Gründe dafür sind vielfältig und auch das Land Bremen hat sich bereits mit über 100 Mio. Euro an der Finanzierung beteiligt. Perspektivisch steht die Jacobs University jedoch unter Druck, ein tragfähiges Finanzkonzept zu präsentieren und die Parteien diskutieren darüber, welche Rolle der Staat in Zukunft bei der Finanzierung der Jacobs University einnehmen soll.

 

 

SPD:

„Zudem machen wir uns für eine stärkere Öffnung der JUB in den Stadtteil hinein stark und werden ihren finanziellen Konsolidierungsprozess daher weiterhin konstruktiv begleiten. Allerdings mit klaren Erwartungen: sie soll ihre Stärken in die Wissenschaftsschwerpunkte des Landes einbringen und sie muss ab 2018 endgültig ohne Finanzmittel des Landes auskommen.“[1]

 

GRÜNE:

„Wir Grünen stehen zum Kompromiss zur Finanzierung der Jacobs University. Weitere öffentliche Gelder wird es nicht geben.“[2]

 

Die LINKE:

„DIE LINKE lehnt die fortdauernde Millionen-Subvention für die private Jacobs Uni ab und fordert als einzige Partei einen sofortigen Stopp dieser massiven Geldverschwendung.“[3]

 

CDU:

„Wir sehen in privaten Einrichtungen wie der Jabocs University (JUB) eine gute Ergänzung unserer Wissenschaftslandschaft. Zwar wird die Hochschule mittelfristig auf eigenen Beinen stehen müssen, dabei wollen wir die JUB aber nach besten Kräften unterstützen und den eigeschlagenen Konsolidierungsweg fortsetzen.“[4]

 

BIW:

Keine Aussage[5]

 

FDP:

„Die FDP Bremen befürwortet eine vielfältige Hochschullandschaft. Neben den staatlichen Hochschulen sind die privaten Hochschulen eine Bereicherung der Wissenschaftslandschaft. Nicht nur in Zeiten hoher studierendenzahlen leisten die privaten Hochschulen einen wichtigen Beitrag. Die FDP Bremen bekennt sich dazu, private Hochschulen zu unterstützen. Gleichzeitig darf die Förderung pro Studienplatz – konkret auch im Falle der Jacobs University – nicht die Förderung der staatlichen Hochschulen übersteigen.“[6]

 

AfD:

„Die Jacobs-Universität muss sich künftig ohne dauerhafte Finanzierung durch das Bundesland Bremen behaupten können. Das Land Bremen hat keinen unmittelbaren Vorteil durch die Ausbildung auswärtiger Studenten der JU.“[7]

 


  1. http://www.spd-land-bremen.de/Binaries/Binary_13070/SPD-Regierungsprogramm_2015…pdf S. 28
  2. http://gruene-bremen.de/userspace/HB/lv_bremen/Dokumente/BB_15/2015-WAHLPROGRAMM.pdf S. 57
  3. http://www.dielinke-bremen.de/fileadmin/user_upload/Wahlen_2015/Wahlprogramm_2015/LinkeBRE_LTW15_Langwahlprogramm_Web.pdf S. 31
  4. http://www.cdu-bremen.de/image/inhalte/file/Wahlprogramm_2015.pdf S. 51
  5. http://www.biw-bremen.de/userfiles/uploads/Landesprogramm_M%C3%A4rz%202015.pdf
  6. http://www.fdp-bremen.de/backend/uploads/fdp-_wahlprogramm_2015_fuer_bremen_und_bremerhaven_index.pdf S. 15-16
  7. http://www.alternativefuer-bremen.de/wp/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-13_AfD-Bremen_Wahlprogramm-2015_V2.6.pdf S. 6