Berlin – Landtagswahl 2016 – Wohnraum

Beschreibung:

Viele junge Menschen beginnen ein Studium außerhalb ihrer Heimatstadt. Die Suche nach einer Wohnung in Universitätsnähe ist nicht einfach. Das Angebot an kurzfristig verfügbarem Wohnraum ist oft zu niedrig, die Mieten in den zentralen Lagen zu hoch und eine Besichtigung aus der Ferne zu vereinbaren schwierig. Viele Studierende möchten daher gerne in einem Studierendenwohnheim leben. In Deutschland werden die meisten Wohnheime von Studierendenwerken betrieben. Weitere Angebote werden durch kirchliche Trägerschaften sowie in manchen Fällen auch durch Stiftungen bereitgestellt. Die Nachfrage nach diesen Plätzen ist hoch und die Wartelisten sehr lang. 2014 wohnten in Deutschland 7,84% Prozent aller Studierenden in Wohnheimen des Deutschen Studentenwerkes.

Berlin liegt in dabei deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. 2014 gab es für 6,36% der Studierenden einen Wohnheimplatz vom Studentenwerk. [1]

Das Geld für Studierendenwohnheime kommt von den Mitteln für den sozialen Wohnungsbau. Seit der letzten Föderalismusreform sind die Bundesländer für den sozialen Wohnungsbau verantwortlich. Der Bund zahlt noch bis 2019 Kompensationszahlungen an die Länder, die in den sozialen Wohnungsbau fließen sollen. Allerdings wird das Geld in einigen Ländern zweckentfremdet, um andere Haushaltlücken zu stopfen, so dass der soziale Wohnungsbau häufig auf der Strecke bleibt. Gleichzeitig steigen die Mieten in den Berlin für WG-Zimmer und kleine Wohnungen.

 

Wie wollen die Parteien diesem Problem begegnen?

 

 

SPD:

„Daher haben wir die Schaffung von 5.000 zusätzlichen Wohnheimplätzen für Studierende angeschoben. Wir werden die Umsetzung in den kommenden Jahren konsequent vorantreiben. Die zentrale Rolle des Studierendenwerks Berlin für die soziale Infrastruktur sowie den Ausbau von studentischem Wohnraum am BAföG-Satz orientiert, werden wir bei der Fortschreibung der Verträge zwischen Studierendenwerk und Land Berlin berücksichtigen.“ S.52 [2]

 

CDU:

„Wir haben uns erfolgreich dafür eingesetzt, dass der Bau von 5.000 Studentenwohnungen in Berlin angegangen wird. In den nächsten fünf Jahren sollen zusätzlich jährlich 1.000 neue Studentenwohnungen errichtet werden.“ S.40 [3]

 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Wir wollen gemeinsam mit dem Studierendenwerk und anderen gemeinwohlorientierten Akteur*innen dafür sorgen, dass mehr studentischer Wohnraum geschaffen wird, damit Studieren in Berlin bezahlbar bleibt.“ S.54 [4]

 

DIE LINKE:

„Wir setzen uns daher für den Ausbau und die entsprechende finanzielle Ausstattung des Studentenwerks ein. Mit der Schaffung von jährlich 2 000 Wohnheimplätzen wollen wir in der kommenden Legislaturperiode schrittweise eine Versorgungsquote von zehn Prozent der Studierenden erreichen.“ S.76[5]

 

PIRATEN:

Keine Aussage[6]

 

FDP:

Keine Aussage[7]

 

ALFA:

Keine Aussage [8]

 


  1. http://www.studentenwerke.de/sites/default/files/zsp_studentenwerk_2014_2015_internet.pdf (07.08.2016)
  2. https://www.spd.berlin/w/files/spd-2016-wahl/spd_wahlprogramm_lang_online.pdf (07.08.2016)
  3. http://cduberlin.de/image/inhalte/file/Wahlprogramm_final-Screen.pdf (07.08.2016)
  4. https://gruene.berlin/sites/gruene.berlin/files/b90g_berlin_vollprogramm2016.pdf (07.08.2016)
  5. http://www.die-linke-berlin.de/fileadmin/download/2016/wahlprogramm.pdf (07.08.2016)
  6. https://berlin.piratenpartei.de/wp-content/uploads/2016/06/wp_innen.pdf (07.08.2016)
  7. https://fdp-berlin.de/wp-content/uploads/2016/07/wahlprogramm_20161.pdf (07.08.2016)
  8. http://alfa-be.de/wahlprogramm-fuer-berlin/wp-content/uploads/sites/13/2016/04/Berliner-Wahlprogramm-2016-Version-1.0-2016-04-21.pdf (07.08.2016)